Kaum steht das Hochzeitsdatum fest, kommt die Frage: Und wer fotografiert das? Dann öffnet sich Google, Instagram, eine Hochzeitsmesse, eine WhatsApp-Gruppe mit Empfehlungen von Freunden – und plötzlich ist die Auswahl erdrückend groß.

Das Gute: Ihr müsst keine Ahnung von Fotografie haben, um die richtige Wahl zu treffen. Ihr müsst nur ein paar Dinge verstehen.

Zuerst: der Mensch, nicht die Bilder

Bevor ihr auch nur ein Portfolio vergleicht, lohnt sich ein Gedanke: Euer Fotograf verbringt den gesamten Hochzeitstag in eurer Nähe. Näher als die meisten Gäste. Wenn das Gespräch davor schon unangenehm ist, wird es der Tag später oft auch sein.

Vereinbart deshalb immer ein kurzes persönliches Gespräch – per Video oder Telefon – mit ein bis drei Fotografen, die für euch grundsätzlich in Frage kommen. Nicht um Preise zu verhandeln, sondern um einfach zu spüren: Fühlen wir uns hier wohl? Dürfen wir unsicher sein? Werden unsere Wünsche ernst genommen?

Das ist oft aussagekräftiger als jedes Portfolio.

Ihr müsst keinen Stil benennen können. Ihr müsst nur wissen, ob euch die Menschen auf den Bildern entspannt wirken.

Portfolios richtig anschauen

Die meisten Paare schauen sich Portfolios an und fragen sich: "Ist das gut?" – aber sie wissen nicht, wonach sie eigentlich suchen. Das muss auch gar nicht sein. Hilfreicher sind einfachere Fragen: Wirken die Menschen auf den Bildern entspannt? Können wir uns vorstellen, so auszusehen? Gefällt uns, wie normale Momente festgehalten sind – nicht nur die perfekt inszenierten?

Wenn ihr eine Galerie anschaut und denkt "So könnten wir auch sein" – das reicht völlig aus.

Entspannte Hochzeitsmomente

Achtet auf die Art, wie jemand erklärt

Ein verlässliches Zeichen ist, wie ein Fotograf mit euren Fragen umgeht. Werden Abläufe klar erklärt, ohne dass ihr euch dumm vorkommt? Fühlt es sich an, als würde jemand mit euch sprechen – und nicht etwas an euch verkaufen?

Nach einem guten Gespräch solltet ihr nicht mehr Fragen haben als vorher, sondern das Gefühl: Das klingt machbar. Das wird nicht stressig.

Vorsicht bei zu viel Perfektion

Wenn in einem Gespräch alles immer "perfekt" klingt, keine Einschränkungen genannt werden und das Gefühl entsteht, dass sich die Hochzeit eigentlich nur um die Fotos drehen sollte – das ist ein Warnsignal. Gute Fotografen sprechen offen darüber, dass das Licht nicht immer ideal ist, die Zeit manchmal knapp wird und Menschen nervös sind. Das gehört dazu, und ehrliche Fotografen sagen das.

Die "richtige" Entscheidung

Viele Paare setzen sich unter Druck mit dem Gedanken, die eine richtige Entscheidung treffen zu müssen. In Wirklichkeit geht es weniger darum, den objektiv besten Fotografen zu finden – sondern den, der zu euch passt. Dem ihr vertraut. Der den Druck rausnimmt statt ihn aufzubauen.

Es gibt nicht den richtigen Fotografen. Es gibt nur den richtigen für euch.

Wenn ihr euch nach einem Gespräch ruhiger fühlt als vorher, seid ihr sehr wahrscheinlich auf dem richtigen Weg.

Klingt das nach dem, was ihr sucht?

Schreibt mir – ich freue mich auf ein unverbindliches Kennenlernen.

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